Alexander von Humboldt-Foundation:

Die Alexander von Humboldt-Stiftung wurde 1860 in Berlin ins Leben gerufen, zu Ehren des herausragenden Naturforschers, Forschungsreisenden, Diplomaten und Staatsmann Alexander von Humboldt (1789-1859), der oft als letzter universeller Gelehrter Europas bezeichnet wird. Bis ins Jahr 1923 förderte die Stiftung Auslandsreisen junger deutscher Wissenschaftler zu Forschungszwecken. Aufgrund der globalen Inflationskrise und des vollständigen Verlusts ihres Kapitals wurde die Stiftung eingestellt, um im Jahre 1925 neugegründet zu werden, diesmal zur Finanzierung von Deutschlandaufenthalten ausländischer Wissenschaftler und Doktoranden. Mit dem Fall des deutschen Reichs im Jahre 1945 beendete jedoch auch diese Verkörperung der Stiftung ihr Dasein.

Auf die Initiative ehemaliger Stipendiaten hin gründete die Bundesregierung die Stiftung am 10. Dezember 1953 aufs Neue – in der Form einer rechtsfähigen Stiftung des privaten Rechts. Als Sitz wurde Bad Godesberg festgelegt.

Bereits im nächsten Jahr verteilte die Alexander von Humboldt-Stiftung die ersten 75 Forschungsstipendien. Bis zum heutigen Zeitpunkt beläuft sich die Gesamtzahl der Stipendiaten und Preisträger aus der verschiedenen Förderprogrammen der Stiftung auf über 26.000 aus mehr als 140 Ländern, darunter fast 1300 Polinnen und Polen.

Die erste polnische Stipendiatin der AvH nach dem zweiten Weltkrieg war Frau Prof. Aleksandra Krygier-Stojałowska (mit einer Vergabe im Jahr 1959). Polnische Stipendiaten bilden die größte nationale Gruppe unter den Europäern.

Im Hinblick auf die Anzahl der vergebenen Stipendien, die Höhe der einzelnen Beträge wie auch das Niveau der sachlichen Betreuung von Stipendiaten zählt die AvH-Stiftung seit Anbeginn zu den elitären Mäzenen der Wissenschaften. Im Zeitraum vor 1989 verdankte die polnische Forschung ihre Kontakte mit der westlichen Welt im großen Maße der AvH-Stiftung. Die Statistik zeigt, dass Polen zu dieser Zeit in den alljährlichen Ranglisten der verteilten Stipendien stets sehr hohe Platzierungen belegte.

In den letzten Jahren führte die Erweiterung der Fördermöglichkeiten von Seiten der Europäischen Union, aber auch den USA, Kanada und Japan zu einem gewissen Rückgang beim Interesse an den Stipendien der AvH-Stiftung sowie an der Möglichkeit der Aufnahme einer Forschungstätigkeit an einem deutschen Institut. Dadurch entstehen für potentielle Stipendienbewerber günstigere Bedingungen in Form einer weitaus größeren Chance auf eine positive Bewertung eines Stipendienantrags. Einen zusätzlichen Anreiz zur Bewerbung um ein solches Humboldt-Forschungsstipendium könnte überdies auch dessen beachtliche Höhe bieten (monatlich 2.650 Euro für Postdoktoranden und 3.150 Euro für erfahrene Wissenschaftler). Hinzu tritt eine weitere Reihe von Zusatzleistungen, die sowohl allgemeiner Natur (Sprachkurs, Fahrtkostenerstattung, ein sog. Rückkehrstipendium) sein als auch mit den individuellen Verhältnissen des Stipendiaten zusammenhängen (Familienförderung für die Kinder u.Ä.) können.

Wie jede seriöse Institution besitzt natürlich auch die AvH-Stiftung einen Internetauftritt. Es besteht demnach kein Bedürfnis zur Häufung des bereits dort Präsentierten. Den Bewerbern seien an dieser Stelle vielmehr einige wesentliche Informationen an die Hand gereicht, zusammen mit dem Hinweis auf die umfangreichere Quelle, aus der die nötigen Formulare unmittelbar bezogen werden können.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich die von Prof. Andrzej Więckowski vorbereitete detailliertere Vorstellung der SHP anzuschauen.

 

 

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